In einem tiefen, dunklen Wald

An der Grundschule Burgthann wurde ein märchenhaftes Theaterstück nach der Geschichte „In einem tiefen, dunklen Wald“ von Paul Maar gezeigt. Die kommissarische Schulleiterin Christine Wiesand begrüßte herzlich die Anwesenden und verriet, dass der bekannte Kinderbuchautor höchstpersönlich in einem sehr netten Brief allen Kindern der AG Schulspiel viel Spaß und Spielfreude gewünscht hatte.

Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora war unglaublich schön, aber auch ziemlich hochmütig. Kein Prinz, der um ihre Hand anhielt, war ihr mutig genug. Deshalb kam sie auf die ungewöhnliche Idee, sich von einem Untier entführen zu lassen. So wurde zunächst mit Hilfe von Spähern und Schafen nach einem vegetarischen Biest gesucht. Denn gefressen werden wollte die Königstochter natürlich nicht. Als vor einem Wald ein Schaf überlebte, machte sich Henriette-Rosalinde-Audora mit viel Gepäck auf den Weg. Das Untier ließ nicht lange auf sich warten. Es sah fürchterlich aus, sprach völlig unverständlich und hatte großen Hunger nach Brot und Pralinen. Die Prinzessin war zufrieden, sie musste nur noch auf ihren Retter warten.

Der König hatte währenddessen die Boten ausrufen lassen, dass derjenige, der seine Tochter befreite, sie zur Frau und das halbe Königreich dazu erhalten sollte. Im kleinen Königreich Burg von Thann nahm man diese Botschaft erfreut auf. Sofort wurden die drei Prinzen geschickt, Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora zu befreien. Doch leider jagte ein Drache Prinz Bartholomäus aus einer Höhle, fraß ein Untier das Pferd von Bartho und gewann Prinz Philipp durch sein wunderbares Gitarrenspiel die liebliche Prinzessin Mathilda von Altenthann zur Frau. Nun wollte die Königstochter Simplinella gegen den Willen des Vaters ihr Glück versuchen und stahl sich heimlich aus dem Schloss. Hungrig kam sie in einer Bäckerei an, erhielt aber ohne Geld kein Brot und wurde unversehens hinausgeworfen. Glücklicherweise stieß sie dabei mit dem freundlichen Küchenjungen Lützel zusammen, dem sie sich als Junge mit dem Namen Simpel vorstellte. Lützel schmuggelte den neuen Freund in seine Schlossküche, in der er sogleich vom Koch erwischt wurde und auch noch Salat putzen musste. Die Magd Josefa freute sich über Simpel und erzählte von einem Wald, in dem es noch freundliche Untiere gab. Dort wollte Simpel unbedingt hin, um die Prinzessin zu befreien. Aber zunächst mussten Lützel und Simpel der Prinzessin des Hauses Salat und Brot bringen. Simpel weigerte sich jedoch, vor der edlen Dame die Mütze abzunehmen, und behauptete, dass er Läuse hätte. Die Prinzessin rief empört die Wachen, Simpel und Lützel mussten so schnell sie konnten fliehen.

Auf ihrer Flucht bemerkten sie eine Schafherde, die friedlich am Waldrand schlief. Hier gab es bestimmt kein gefräßiges Monster, sie waren also am Ziel! Am nächsten Morgen wurden sie vom Gestank und dem Gebrumm des Untieres geweckt. Es wühlte im Gepäck und trug ein Kleid in eine Höhle, aus der Simpel und Lützel die Stimme eines Mädchens hörten. Das musste die Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora sein! Simpel gab sich als Prinzessin zu erkennen und forderte die rechtmäßige Belohnung. Diese wollte Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora aber auf keinen Fall bezahlen, befreite sich selbst und wartete beleidigt bei ihrem Gepäck auf die königliche Kutsche. Das Untier zeigte sich im Angesicht der Prinzessin Simplinella höchst erfreut und versuchte, ihr sein Leid zu erklären: „Och Konnochson! Oorlos Konnochson! Fozobor!“ Endlich verstand Simplinella und erlöste ihn. Heiraten wollte sie ihn allerdings nicht, nahm aber seine Dankbarkeit in Form von Goldfässern für sich und Lützel gerne an. Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora konnte den Anblick des verzauberten Prinzen nicht fassen und fiel in Ohnmacht.

Bei diesem selbst entwickelten Theaterstück zeigten die Schülerinnen und Schüler der AG Schulspiel (Leitung Monika Dingeldein-Schleißing) herausragende Leistungen: Jeder Einzelne musste drei bis vier unterschiedliche Rollen übernehmen, und darüber hinaus wurde erstmals auf zwei verschiedenen Bühnen gespielt. Das Publikum aus Kindergartenkindern (Arche Noah, Burgthann, und die Buchfinken, Mimberg) und allen Grundschülern sowie Eltern, Verwandten und Freunden war sehr beeindruckt und spendete viel Applaus. Tina Schuschies vom Elternbeirat und Christine Wiesand bedankten sich bei den Schauspielern für ihr tolles Engagement und beschenkten sie mit Kompassen für die Hosentasche und kleinen Taschenlampen. Ein weiterer Dank ging an Monika Dingeldein-Schleißing, an Erich Gebhard (Hausmeister der GS Burgthann) und die Mitarbeiter der Gemeinde, die in bewährter Weise die Bühne vorbereitet hatten, sowie an die unterstützenden Eltern und Helfer.

Im Schuljahr 2016/2017 bieten wir folgende Arbeitsgemeinschaften an:

Werken und Gestalten

Frau Maas

1. Klassen Dienstag 11.30 - 12.15 Uhr

Lesen und Literatur

Frau Leonhardt

2. - 4. Klassen Dienstag 12.15 - 13.00 Uhr

Schulhausgestaltung

Frau Maas

2. - 4. Klassen Dienstag 12.15 - 13.00 Uhr

Kompetenzen erwerben

Frau Wunderlich

3./4. Klassen Dienstag 12.15 - 13.00 Uhr

Schulspiel

Frau Dingeldein-Schleißing

3./4. Klassen Dienstag 12.15 - 13.00 Uhr
       

Tennis

06.10.2016 - 06.04.2017, Herr Haack

1./2. Klassen Donnerstag 13.10 - 14.00 Uhr

Fußballtraining

Herr Brunner

3./4. Klassen Freitag 13.00 - 14.30 Uhr

Grundschule Burgthann

Mimberger Straße 28

90559 Burgthann

 

Telefon: 09183 - 933 020

Telefax: 09183 - 950 930

gs-burgthann@odn.de

Wichtige Termine:

18.01., Fr: Leistungsbericht für die 4. Klassen

Aktualisiert am 16.01.2019