Eppelein zu Gast

an der Grundschule Burgthann

Eine ganz besondere Geschichtsstunde erlebten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Burgthann in diesen Tagen. Im Vorfeld der diesjährigen Eppelein-Festspiele besuchte eine Abordnung der Festspielgemeinschaft die Schule, um die Kinder auf das große Ereignis einzustimmen.

Die Eppelein-Festspiele finden nur alle drei Jahre auf der historischen Burg Burgthann statt und gehören zu den kulturellen Höhepunkten der Region. Umso größer war die Freude, dass die Grundschulkinder bereits jetzt einen spannenden Einblick in die Welt des berühmten Ritters erhielten.

Zu Beginn begrüßte Schulleiterin herzlich die Gäste und die Schülerinnen und Schüler. Sie freute sich über den besonderen Besuch und betonte, wie wertvoll es sei, wenn Geschichte für Kinder lebendig und anschaulich erlebbar werde.

Organisiert wurde der Besuch von Lothar Schölzke, der gemeinsam mit einer Gruppe von insgesamt 14 Schauspielerinnen und Schauspielern an die Schule gekommen war. Besonders gespannt waren die Kinder auf Harald Franz, der bei den Festspielen die Hauptrolle des Eppelein von Gailingen verkörpert.

Kindgerecht und lebendig führte er die Schülerinnen und Schüler in die Zeit des Mittelalters und die Handlung des Festspiels ein. Dabei erklärte er auch einige Begriffe aus der alten Sprache. So erfuhren die Kinder beispielsweise, dass ein „Strauchdieb“ ein Wegelagerer oder Räuber war. Auch der Begriff „der Zehnte“ wurde anschaulich erklärt: Wer zehn Eier besaß, musste eines davon an die Herrschenden abgeben. So konnten die Kinder gut nachvollziehen, welche Belastungen die Bauern damals zu tragen hatten.

Großes Interesse weckten auch verschiedene Gegenstände aus dem Mittelalter. Den Kindern wurde eine sogenannte Halsgeige gezeigt und erklärt. Dabei erfuhren sie, dass dieses hölzerne Strafwerkzeug früher zur öffentlichen Demütigung eingesetzt wurde. Menschen, die gegen Regeln verstoßen hatten, wurden damit auf dem Dorfplatz zur Schau gestellt. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und staunten darüber, wie anders das Leben und die Rechtsprechung damals waren.

Auch der Kaiser hatte etwas Besonderes mitgebracht: Sein prächtiges Zepter. Den Kindern wurde erklärt, dass das Zepter ein wichtiges Herrschaftszeichen war und die Macht des Kaisers symbolisierte. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und mehr über das Leben im Mittelalter zu erfahren.

Harald Franz erläuterte zudem die Figur des Eppelein. Dieser gilt in den Erzählungen als eine Art fränkischer Robin Hood: Er nahm den Reichen etwas weg und half damit armen Menschen. Genau diese Seite des berühmten Ritters wurde auch in eindrucksvollen Spielszenen deutlich.

In der ersten Szene traf ein Mönch auf eine Gruppe von Bauern und versuchte, ihnen Geld abzunehmen. Plötzlich erschien Eppelein und forderte den Mönch auf zu beten. In seinem Gebet bat der Mönch darum, dass die Bauern Geld finden mögen. Tatsächlich entdeckte Eppelein kurz darauf in dessen Gewand einen Beutel voller Gold- und Silbermünzen. Die Kinder verfolgten die Szene mit großer Begeisterung und verstanden schnell, warum Eppelein bis heute als Helfer der einfachen Leute gilt.

In einer weiteren Szene begegnete Eppelein dem Kaiser. Dieser erkannte ihn zunächst nicht. Mutig machte Eppelein deutlich, dass die Armen nicht immer stärker belastet werden dürften und die Herrschenden Rücksicht auf die Menschen nehmen müssten. Auch diese Szene machte den Kindern deutlich, warum die Figur des Eppelein bis heute fasziniert.

Besonders schön war, dass die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fragen stellen durften. Geduldig beantworteten die Schauspieler alle Fragen und ermöglichten den Kindern so einen lebendigen Zugang zur Geschichte und zum Theater. Die Begeisterung der Kinder war während der gesamten Veranstaltung spürbar.

Zum Abschluss bedankte sich die Schulleiterin im Namen der gesamten Schulfamilie herzlich bei den Schauspielerinnen und Schauspielern für ihren Besuch, die anschaulichen Erklärungen und die mitreißenden Spielszenen. Mit viel Engagement und Herzblut sei es ihnen gelungen, die Welt des Mittelalters und die Geschichte des Eppelein für die Kinder lebendig werden zu lassen.

Der Besuch machte Lust auf mehr und weckte bei vielen Kindern die Neugier auf die bevorstehenden Festspiele. Wer die spannenden Geschichten um Eppelein von Gailingen selbst erleben möchte, hat im Juli auf der Burg Burgthann die Gelegenheit dazu. Die Eppelein-Festspiele versprechen ein eindrucksvolles Theatererlebnis mit zahlreichen Darstellerinnen und Darstellern, historischen Kostümen und einer mitreißenden Geschichte mitten in der einzigartigen Kulisse der Burg Burgthann.

Der Besuch an der Grundschule zeigte eindrucksvoll: Geschichte kann lebendig werden – und macht besonders dann Spaß, wenn sie so anschaulich und begeisternd vermittelt wird. Die Festspiele dürfen sich schon jetzt auf viele kleine und große Besucher freuen. Wer sich dieses besondere Erlebnis nicht entgehen lassen möchte, sollte sich rechtzeitig Karten sichern.

Am Ende des Besuches gab es sogar noch ein Fotoshooting mit den Kindern der Grundschule, die bei der Kinderkantate von Frau Anna Norberg und dem Burgthanner Hort mitwirken. Auch hier wird das Leben von Eppelein dargestellt. Herzliche Einladung an alle für diese Veranstaltung.


Bundesjugendspiele 2026 – Ein voller Erfolg!

Am 17.6. fanden an der Grundschule Burgthann die Bundesjugendspiele in der Wettbewerbsform statt. Bei bestem Sportwetter und hervorragender Stimmung zeigten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 mit viel Freude und Einsatzbereitschaft ihr sportliches Können.

Für die Kinder der 1. und 4. Klassen standen vier abwechslungsreiche Disziplinen auf dem Programm. Beim Sprint konnten sie ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. Beim Weitsprung in die Zone waren Sprungkraft und Körperbeherrschung gefragt. Der Schlagwurf stellte die Kinder vor die Herausforderung, einen Ball möglichst weit in Zonen zu werfen. Beim Ausdauer-Lauf konnten die Schülerinnen und Schüler schließlich ihre Ausdauer zeigen

Mit großer Motivation meisterten die Kinder alle Stationen. Besonders schön war zu beobachten, wie sie sich gegenseitig unterstützten, anfeuerten und gemeinsam über gelungene Leistungen freuten. So standen nicht allein die Ergebnisse im Mittelpunkt, sondern vor allem die Freude an der Bewegung und das faire Miteinander.

Im Anschluss an die Bundesjugendspiele wartete ein weiteres Highlight auf die Kinder: Ein abwechslungsreicher Klassenwettkampf rund um das Schulhaus sorgte noch einmal für jede Menge Spaß, Teamgeist und Bewegung. An insgesamt sechs Stationen traten die Klassen gegeneinander an und sammelten gemeinsam Punkte. Dabei waren Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Kreativität und Zusammenarbeit gefragt.

So durften die Kinder beispielsweise gemeinsam eine möglichst stabile und clevere Mauer bauen, Kegel im Team möglichst schnell umwerfen, ihr Können beim Torwandschießen unter Beweis stellen, einen Hockey-Hindernislauf absolvieren oder beim Korbballwerfen möglichst viele Treffer erzielen. An allen Stationen zeigten die Schülerinnen und Schüler großen Einsatz und bewiesen, wie viel Freude gemeinsames Handeln und gegenseitige Unterstützung machen können.

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Eltern und Hortmitarbeitenden, die die einzelnen Stationen betreuten. Mit viel Engagement, Geduld und guter Laune investierten sie ihre Zeit, damit dieser besondere Tag für die Kinder zu einem unvergesslichen Erlebnis werden konnte. Ohne diese tatkräftige Unterstützung wäre die Durchführung eines solchen Sportfestes nicht möglich gewesen.

Ebenso bedanken wir uns herzlich bei allen Lehrkräften sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.

Die Bundesjugendspiele mit anschließendem Klassenwettkampf waren ein voller Erfolg und werden den Kindern sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass Sport verbindet, Gemeinschaft stärkt und gemeinsam einfach am meisten Freude macht.