BURGTHANN – Bereits zum 16. Mal versammelten sich interessierte Zuhörer, überwiegend Eltern, zum Neujahrskonzert der Grundschule Burgthann. Diesmal reichten die Plätze fast nicht aus, denn auch Gemeinderäte, Kollegen und weitere Ehrengäste waren gekommen, um gleichzeitig die Rektorin Renate Ott-Schwander, die bislang immer alle Konzerte mit Bravour organisierte, gebührend und im Beisein beider Bürgermeister, in den Ruhestand zu verabschieden. Von Schülerinnen und Schülern wurden 19 kurzweilige Stücke vorgetragen und das Percussion Ensemble der Nürnberger Musikhochschule inszenierte  zur Feier des Tages ein musikalisches Feuerwerk.

 

Nein, eine große Verabschiedung will die Noch-Schulleiterin, die ihr Amt noch bis zur Zwischenzeugnisvergabe am 17. Februar 2017 ausübt, nicht geben. Deswegen waren auch viele Ehrengäste gekommen, um den Tag des Neujahrskonzertes, das die Herzblutpädagogin ins Leben gerufen hat, als Anlass zu nehmen leise „Auf Wiedersehn“ zu sagen. Tränen konnte sie sich bei ihrer Abschiedsrede nach über 42 Jahren schulischer Karriere nicht verkneifen. Hat sie doch die Grundschule, die 1998 erbaut wurde, damals neben der ehemaligen Grund- und Hauptschule, die dann zur Mittelschule wurde (anwesend war Schulleiterin Hannelore Bock), als bisher erste und einzige Rektorin geleitet. Renate Ott-Schwander berichtete vom Sommerferienanfang 1998 in einem noch leeren Gebäude, ohne Telefon, ohne Kopiergerät, ohne Computer, aber dem Wissen, dass wenige Wochen später 320 Mädchen und Buben das Haus in Besitz nehmen würden. Heute sind es nur noch 170 Schüler. Bürgermeister Heinz Meyer würdigte seitens der Gemeinde, zusammen mit seinem Stellvertreter Hermann Bloß, die scheidende Leiterin. War sie doch immer morgens die Erste und trat abends als Letzte den Heimweg an. Mit ihrem großen Engagement und ihren vielen Ideen gestaltete sie das Schulleben mit vielen Veranstaltungen bunter. Es war nicht immer einfach, alle Pläne gegenüber Politik und Verwaltung durchzusetzen, aber sie kämpfte für das Wohl der Kinder in der Schule, die letztendlich zweite Heimat und vertrauter Ort ist.  „Otti wir gehen mit dir in den Ruhestand.“ Warfen einige Sprösslinge ein. Die Elternbeiratsvorsitzende, Anja Litsche, dankte überaus herzlich und gab zudem die Meinung mancher Schüler zum Besten: „Die Otti hat klare Regeln und manche denken, sie sei streng. Aber das ist sie nicht, sie kann es allerdings werden!“  Mehr Zeit für den Mann, für Hobbys und Freizeit, für sich selbst, gesund und aktiv bleiben und Musik weiterhin lieben, sind Wünsche des Elternbeirats an die zukünftige Pensionärin. Der Abschied fiel schwer und so übergaben die Kinder persönlich 100 Rosen an ihre Chefin und die Gemeinde hatte nebst einem Blumenstrauß auch zwei Tassen mit Orts-Wappen als Präsent. Einen herzlichen Dank an alle Spender, Vereine, Kollegen und die Gemeinde, um solche Events erst zu ermöglichen, sprach die „Schul-Mama“ ebenfalls aus.

 

Hermann Schwander moderierte auf seine liebenswerten Art den ersten Teil des Neujahrskonzertes, bei dem die kleinen Künstler buchstäblich den Ton angaben und gleichzeitig „ihre königliche Hoheit“ nochmal hochleben ließen. Bevor die Reden geschwungen wurden, eröffnete Gabor Mscisz an der Marimba mit „Dance of Snowflakes“ die Feierlichkeit. Mit Felix Krumme am Schlagzeug erblühte der melodische Strauß mit der Einspielung „Hör auf die Mutti“. Valentin Birzele präsentierte ebenfalls an den Drums das „Solo Valentin“. Für Abwechslung des Instruments sorgte dann Mailin Schneider mit „Waltzing Mathilda“. Jakob Gailer ließ ein Madley (Oh Susanna, When the Saints, Old Mc Donald) an seiner Trompete ertönen. “Lift off” wurde am Schlagzeug gekonnt gespielt von Gabor Mscisz. Réne Sugar an der Posaune, begleitet von Fabian Sugar, trumpfte mit „Can you feel the love tonight“ auf. Zarte Töne an der Harfe verbreitete Fiona Schäff mit “Weißt du wieviel Sternlein stehen”. „DrummerMax3“ war von Florian Schäff am Instrument mit Sticks angesagt. Erst seit vier Monaten übt Leander Morgenroth Klavier und wollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen pianomäßig Servus zur Rektorin zu sagen und zwar aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Dass „Love me tender“ auch an der Klarinette wunderbar klingt, bewies Mika Starke in Begleitung von Stephan Schlieker (Musikforum) am Tasteninstrument.  Florian Claußen trug mit „Freude schöner Götterfunken“ am Keyboard zum gesamten Rhythmen-Reigen bei. Hanna Kahl und Paul Müller waren ein eingespieltes Team und beherrschten es, vierhändig an einem Klavier zu musizieren. Die Tropfen beim „Regenspiel“ waren ganz deutlich zu hören. Eine atemberaubende Zugabe mit Norbert Hiller, und somit sechshändig an einem Klavier, war schließlich ein Sahnehäubchen. Großer Applaus. Das Lächeln der Kinder oder „Sul lago“ zauberte Sena Müller mit Tatjana Kwint an einem Klavier in die Gesichter des Publikums. Samuel Gamst und Norbert Hiller zeigten auch gemeinsam ihr Können mit dem Stück  „Tarantella“ am Piano. Das kleine Band-Trio Fiona und Florian Schäff sowie Mailin Schneider an Harfe, Schlagzeug und Keyboard gaben „Trust In Beat“ wieder. Anna Krumme musizierte zusammen mit Tatjana Kwint an den Tasten „Kastagnetten“ und, passend zum Anlass, „Ein schöner Tag“. „Und zum Schluss setzt sich Tobias Siwig noch auf eine Holzkiste.“, scherzte Moderator Hermann Schwander. Zusammen mit Daniel Piccon vom Musikforum ließen sie an ihren Cajons  den „Tigerbär“ in die freie Wildbahn und die Gäste belohnten die Darbietungen mit kräftigem Beifall.

 

Nach dem Sektempfang stellte sich vor der Bühne das Nürnberger Percussion Ensemble auf und heizte richtig Stimmung mit heißen Takten an den Trommeln ein. Die Studenten Felix Bratfisch, Philipp Mohr, Marek Poznanski, Ferdinand Reitberger, Luc Rockweiler, Moritz Wappler und XiQiao Wang unter der Leitung von Prof. Radoslaw Szarek gestalteten den zweiten Teil des Neujahrskonzerts, das gleichzeitig auch Renate Ott-Schwander den Abschied am Ende des Schullebens erleichtern sollte. „Teamwork Quartett“ (Mitch Markovich), „Departures“ und “Sosso-Bala” (beides Emmanuel Séjourné), „Take Five“ (Paul Desmond) und “Libertango” (Astor Piazzolla) ließen die Herzen von Marimba- und Percussion-Fans höher schlagen. Weil jeder der beteiligten Künstler sein Instrument perfekt beherrscht, wurden die Darbietungen zu einem harmonischen, exzellent klingenden Gesamtkunstwerk.

 

Die absolut positive Resonanz von Seiten des Publikums lässt das Neujahrskonzert sicherlich unvergesslich werden. Daher wünscht sich der Elternbeirat, dass auch im nächsten Jahr dieses kulturelle Ereignis, trotz des großen Vorbereitungsaufwandes, fortgeführt werden sollte.

Es ist toll, wenn sich Mädchen und Buben dazu entschließen, ein Instrument spielen zu lernen. Die Arbeit lohnt sich, auch wenn sie Zeit, Kraft  und Mühe kostet, denn diese Kinder lernen oft besser, leichter und nachhaltiger. Deshalb ist es gut, dass es u.a. zum pädagogischen Auftrag der Schulen gehört, die Freude an der Musik zu wecken und zu fördern. Das Neujahrskonzert an der Grundschule Burgthann ist dafür ein gutes Beispiel.

 

Sabine Rösler

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Aktualisiert am 19.01.2017